Hochbeete bauen (für Topinambur)

Ich baue mir ein paar Hochbeete. Warum ich das mache und grundlegende Gedanken zur Konstruktion:

  • Mit einem Metallgitter kann ich Wühlmäuse aussperren.
  • Mit entsprechender Ausbildung der Kanten kann ich Schnecken aussperren.
  • Ein Teil meiner Parzelle ist sehr nass (Grundwasser). Der Boden im Hochbeet kann so aufgebaut werden, dass es keine Staunässe gibt.
  • Das Hochbeet als Rhizomsperre für wuchernde Pflanzen nutzen.

Mit hohen Hochbeeten (höher als 60 cm) habe ich in meinem Hausgarten schlechte Erfahrungen gemacht. Die Erde darin heizt sich tagsüber stark auf und dadurch ist es immer schrecklich trocken. Man kommt mit dem Gießen nicht hinterher. Daher wird es bei mir nur niedrige Hochbeete (ca. 40 cm hoch) geben. In der Breite sind mir 50 cm zu wenig – die ersten 20 cm am Rand sind immer staubtrocken. 70 cm bis 1m in der Breite ist ok – man kann von beiden Seiten arbeiten und kommt bequem auch an die inneren Pflanzen ran.

Ich habe mir günstige Metallhochbeete gekauft. OK, das ist China-Ware und alles andere als ein Qualitätsprodukt. Aber das Metall ist per se schon sehr langlebig und mit etwas Holz kann ich das schön pimpen. Ein rechteckiger Grundriss der Beete ist also Voraussetzung.

Hochbeet für Topinambur. Maße: 240 cm lang, 80 cm breit, 45 cm hoch.
Der Aufstellort ist leider nicht ganz eben. Es regnet zum Aufbauzeitpunkt schon ziemlich viel, die Erde ist total aufgeweicht und lässt sich nicht mehr bearbeiten. Für einen Weg ums Hochbeet herum werde ich mir später etwas einfallen lassen.

Das Hochbeet hat zwar innen Verstrebungen damit die dünnen Bleche dem Druck der Erde standhalten – trotzdem habe ich mich entschieden auf jeder Seite jeweils 3 Pfosten (70×70 mm) zu verwenden.
Die Pfosten stecken in Einschlaghülsen (71x71x750mm) . Ich möchte keinen Beton verwenden. Eine Konstruktion mit einem Holzrahmen schied als Lösung aus. Der Boden ist dauerfeucht und Holz verrottet somit sehr schnell.

Bretter (120x25mm) bilden den Rand. Die Bretter sind zur Beetinnenseite hin bündig, stehen also über das Beet hinaus. Da Schnecken bekanntlich nicht kopfüber kriechen, habe ich sie so ausgesperrt.

Wenn es das Wetter zulässt, wird das Hochbeet befüllt. Ein paar Äste, etwas Laub und Pferdemist. Dann kommt Gartenerde – davon habe ich ja vom Auskoffern der Wege ziemlich viel. Zum Schluss noch Blumenerde, gut untergemischt. Dann können so im April die Topinamburknollen einziehen.

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