Gewächshaus bauen – der Plan (Teil 1)

Die Planung für das Gewächshaus ist abgeschlossen. Die Fertiggewächshäuser mit Alu-Rahmen gefallen mir nicht – die hat ja jeder. Nee – meines soll rustikal ausschauen, so mit einem massiven Holzrahmen und einer Blechverkleidung am Boden – wie meine Hochbeete eben.

Was soll drin wachsen? Tomaten und Paprika. Je mehr umso besser – ich liebe diese Gemüse. Ein paar andere Sachen werden auch noch ein Plätzchen finden. Salat, Gurke, Kohl und Sellerie – passende Mischkultur eben. Unsere Kleingartenordnung erlaubt ohne Genehmigung eine Größe von 10 m2, also ungefähr 4 x 2,5m. Die genauen Maße ergeben sich durch die verwendeten Materialien.

Das Fundament. Einen ebenen Platz gibt es nicht. Den Platz einzuebnen – eine riesen Plackerei da kein Bagger hier runter kommt ohne sehr viel zu zerstören. Dann kommt noch der Faktor Zeit. Bis der Boden wieder ausreichend trocken ist, ist’s schon lange Frühjahr – das ist mir viel zu spät. Die Lösung (im Internet findet man alles) – Einschlaghülsen und kurze Pfosten. Darauf dann einen Ring aus Pfostenhölzern. Die senkrechten Pfosten haben alle eine individuelle Länge und gleichen so das Gefâlle aus. Der Ring ist somit genau waagerecht „im Wasser“. Eine super Konstruktion. So sind die Hölzer weg vom dauerfeuchten Erdreich. Außerdem kann ich gleich an den waagrechten Hölzer Metallplatten anschrauben und bekomme so niedrige Hochbeete im Gewächshaus.

Die Wände müssen bei uns schon mal eine größere Schneelast tragen können. Wind ist nicht so ein Thema – aber wer weiß … Die Wälder ringsum sind kaputt oder bereits gerodet. Massive Holzpfosten sind sicher eine gute Wahl. Bei Amazon bin ich dann auf solche geschweißten Verbinder gestoßen. Die gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen. Tolles Zeugs. So bekomme ich nahezu von alleine rechte Winkel und ich habe Hülsen für die senkrechten Pfosten. Das hilft mir beim Aufbau und ich denke, dass ich, ohne Abstützungen zu bauen, die Wände stellen kann.

Schräg- oder Pultdach? Ich habe mich letztendlich für das Pultdach entschieden. Das ist einfacher zu bauen und ich brauche nur auf einer Seite eine Entwässerung. Die lässt sich leicht in ein Wasserfass ableiten („Gießwasser“). Außerdem lässt sich in der hohen Wand einfach ein Fenster integrieren das sogar den Firstbereich (kein Wärmestau) belüftet.

Well- oder Doppelstegplatten ? Wellplatten. Sie lassen mehr Licht durch – wegen der Beschattung bereits am frühen Nachmittag ist mir das wichtig. Doppelstegplatten sollte man nicht fest verschrauben – es werden also viele Leisten gebraucht und das geht bei den aktuellen Holzpreisen mächtig ins Geld. Isolierung – da wären die Doppelstegplatten klar im Vorteil. Die Anzucht im Frühjahr werde ich aber sowieso zu Hause machen, also spielt das keine Rolle.

Vieles werde ich im Internet bestellt, nur das Holz und die Einschlagbodenhülsen werde ich im Baumarkt holen. Alles andere ist im Internet so viel günstiger bzw. nur dort zu kriegen.

Der Bau lässt sich in folgende Abschnitte gliedern – das sind dann auch die Themen der nächsten Blogs:

  • der Fundamentring
  • die Rahmenkonstruktion der Wände
  • das Dach
  • die Wände
  • Türe und Fenster
  • der Innenausbau mit dem Weg und den Beeten
  • Außenfinish – Regenrinne, Wasserfass, Zuwegung
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